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Scheidentrockenheit


Das Thema Scheidentrockenheit ist bei vielen Frauen ein Problem über das nicht gerne gesprochen wird. Laut einer medizinischen Statistik leidet mittlerweile fast jede zweite Frau über 45 Jahre unter Scheidentrockenheit.

Ursachen

Die Feuchtigkeit der Scheide ist von mehreren Faktoren abhängig. Einmal vom Alter und vom Zyklus der Frau, aber auch von Krankheiten. Nach Gebärmutteroperationen, während der Schwangerschaft oder durch die Einnahme von Medikamenten kann es zur vaginalen Trockenheit kommen. Weitere Ursachen sind Stoffwechselkrankheiten wie z. B. Diabetes, oder bei krebskranken Frauen die Behandlung mit Strahlen-oder Chemotherapie. Auch Stress, Hektik oder Gewalterfahrung können zu einer Scheidentrockenheit führen. Einer der Hauptgründe liegt in den Wechseljahren der Frau. Auch Frauen, die jahrelang die Pille eingenommen haben, berichten über eine trockene Scheide. In diesen Fällen liegt es an dem sinkenden Östrogenspiegel. Hier lässt die Durchblutung der Scheide nach, sie verliert ihre Elastizität, wird empfindlich und trocken und die Schleimhäute werden dünner. Zusätzliche Symptome wie Brennen und Jucken können auftreten. Außerdem kann es vorkommen, dass sich die Empfindungen verändern. All diese Beschwerden können die Lebensqualität stark beeinträchtigen! Nach einer Geburt kann es auch zu Scheidentrockenheit kommen, Schuld daran ist die Hormonumstellung. Aber das regelt sich nach einigen Wochen wieder von selbst.

Was hilft gegen Scheidentrockenheit?

Um die Scheide geschmeidig und feucht zu halten, gibt es verschiedene Mittel und Methoden. Die klassische Homöopathie verfügt über viele Medikamente, die eingesetzt werden können. Allerdings ist ein Besuch beim Heilpraktiker unbedingt nötig um ein individuelles Einzelmittel zu finden.

Milchsäurebakterien und Östrogenpräparat

In manchen Fällen reicht die Gabe von Milchsäurebakterien aus, um die Schleimhaut der Scheide zu regenerieren. In hartnäckigen Fällen ist es angebracht, ein Östrogenpräparat zu nehmen. Diese Mittel sind verschreibungspflichtig. Da sie lokal angewendet werden, wirken sie sich auch nicht auf den ganzen Körper aus. Sie werden als Creme oder Zäpfchen in die Scheide eingeführt und lindern Brennen und Schmerzen.

Hormonpräparatische Mittel

Auch verabreichte Hormonpräparate helfen gegen Scheidentrockenheit. Als Pflaster, Tablette oder Injektion verabreicht, verhindern sie, dass sich die Schleimhaut noch mehr zurückbildet. Außerdem regulieren sie die Feuchtigkeit der Scheide und die Anfälligkeit für Entzündungen wird geringer. Allerdings stellt sich hier die Frage nach dem Nutzen-Risiko Verhältnis, da bis heute noch nicht eindeutig beantwortet werden kann ob mögliche Spätfolgen wie Brust-oder Gebärmutterkrebs durch die Hormontherapie auftreten können.

Hilft häufiger Geschlechtsverkehr gegen Scheidentrockenheit?

Es ist nachgewiesen dass Frauen die häufig Geschlechtsverkehr haben seltener von Scheidentrockenheit geplagt werden. Das lässt sich damit erklären, dass regelmäßiger Sex die Vagina dehnt, feucht hält und die Durchblutung fördert.

News zu Scheidentrockenheit

30. Januar 2012: Zusammenhang zwischen Alkohol und Scheidentrockenheit